Vor 20 Jahren kam der Ford Ka auf den Markt und war eine kleine Sensation – mit dem „New Edge-Design“ war er etwas völlig neues und begründete ganz nebenbei auch noch eine neue Klasse, das „Sub B“-Segment. Heute firmieren die damals „Sub-B“ Autos genannten Fahrzeuge als Kleinstwagen „City- oder Micro Cars„. Dabei war Ford der erste Autobauer der in Deutschland ein solches Fahrzeug im Angebot hatte.

Die Meinungen zu diesem Auto gehen jedoch bis heute weit auseinander. Die einen sind begeistert von dem kleinen Rundgelutschten – die anderen eben nicht.
In der Gesamtgröße ist dieser noch unter dem Kleinwagen Fiesta positioniert. Die Antriebs-Auswahl beschränkte sich zur Markteinführung auf zwei 1,3-Liter-Benziner-Varianten. In der Basis-Ausführung gab es 37 kW / 50 PS, die stärkere Variante hatte 44 kW / 60 PS. Mit beiden Motoren kommt der Ka flott vorwärts. Mit ganzen 97 beziehungsweise 105 Nm hatten sie das höchste Drehmoment ihrer Leistungsklasse! So ausgestattet bringen es die Fahrzeuge auf eine Höchstgeschwindigkeit von 147 km/h und in der stärkeren Ausführung auf bis zu 155 km/h. Auch der Verbrauch kann sich für damalige Zeiten sehen lassen: entsprechend dem europäischen Messzyklus „EEC 116“ verbraucht der Basismotor 5,9 Liter, die stärkere Ausführung 6,7 Liter unverbleites Superbenzin pro 100 Kilometer. Erfüllt wird damit auch die Abgasnorm 2.


Rund sechs Jahre nach dem Start des Ka lief im spanischen Werk in Valencia das ein-millionste Ka-Exemplar vom Band. Cirka 65 Prozent der Ka-Käufer waren Neukunden bei Ford. Dies hatte bis dahin kein anderes Modell der Marke erreicht. Für all jene die mehr Fahrspaß suchten kam im August 2003 der Sportka, welcher technisch weitgehend identisch ist mit dem des Streetka. Für flottes Vorankommen sorgt auch hier der 70 kW / 95 PS starke 1,6-Liter-Duratec-Benziner, gemeinsam mit einem kurz übersetzten Fünfganggetriebe und einer sportlichen Fahrwerksabstimmung. Mitgebracht hat der Ka auch damals schon eine komplette Sicherheitsausstattung einschließlich ABS sowie Front- und Seiten-Airbags.

Im Februar 2005 präsentiert sich der Ford Ka auf dem Amsterdamer Autosalon mit verfeinertem Design. Im Außenbereich zählen dazu neue Stoßfänger; der Innenraum verfügt über einen neu gestalteten Armaturenträger, ein größeres Handschuhfach, aufgefrischte Farben und Polstermaterialien sowie zusätzliche Komfortfunktionen. Neue Wunschausstattungen sorgen außerdem dafür, dass Ka-Eigner ihren Liebling noch stärker individualisieren können. Neue 14-Zoll-Leichtmetallräder im Sechs-Speichen-Design oder dunkle Tönungen für Heckscheibe und hintere Ausstellfenster beispielsweise bringen ein Plus an Personalität. Der Sportka ist nun mit einem GT-Doppelzierstreifen erhältlich, der sich von der Motorhaube über das Dach bis zum Heck zieht.


Die zweite Generation des Ford Ka zeigte sich dann auf höchstem Unterhaltungsniveau. Im James Bond-Film „Ein Quantum Trost“ dient der Ford Ka der bolivianischen Agentin Camille (Darstellerin: Olga Kurylenko) als adäquates Verkehrsmittel. Entworfen und realisiert worden ist der Bond Ka – eine Einzel-Anfertigung mit grafischen Zier-Elementen auf der speziellen Metallic-Gold-Lackierung sowie „nachrichtendienstlicher“ Innenausstattung – von den Ford-Designern gemeinsam mit dem Production-Designer und Oskar-Preisträger Dennis Gassner. Am 8. Oktober war es dann soweit: Der Filmheld wechselte ins reale Fach und präsentierte sich auf dem Pariser Automobilsalon „Mondial de l’Automobile 2008. Die praktischen Vorzüge seines „New Edge“-Vorgängers hat er bewahrt: kompakte Abmessungen, Agilität und eine gehörige Portion Fahrvergnügen. Der Einstiegspreis: 9750 Euro. Zum Modellstart sorgen ein 51 kW / 69 PS starker 1,2-Liter-Duratec-Benziner und ein Duratorq TDCi-Turbodiesel mit 1,3 Liter Hubraum und 55 kW / 75 PS für den Antrieb. Produziert wurde dieser neue Ka im polnischen Fiat-Werk Tichy, als gemeinschaftsprojekt von Fiat und Ford.
Eine Mögliche Zukunft deutet Ford im Dezember 2013 in Barcelona an. Dort präsentiert Ford mit der Studie „Ka Concept“ seine Vision eines fortschrittlichen Stadtautos, das zu erschwinglichen Preisen mit modernen Technologien und ansprechendem Design für die Märkte der Welt gebaut werden könnte.


Dieses Jahr ist der Ka seit genau 20 Jahren auf dem Markt. Ford hat im vergangenen Jahr in Europa 49 000 Ka verkauft, in Deutschland waren es knapp 7000. Seit der Markteinführung dieser Baureihe im Jahre 1996 – also vor genau 20 Jahren – bis zum Auslauf der Produktion wurden 1,9 Millionen Ford Ka an Kunden in Europa ausgeliefert. Seit Mai 2016 ist die Herstellung dieser Ka-Baureihe nun eingestellt. Damit endete auch das gemeinschaftsprojekt mit Fiat.
Mit dem neuen Ford KA+ hat der Ka einen Nachfolger gefunden. Er wird für Europa im Ford-Werk in Sanand (Indien) produziert, wo auch der Figo Aspire vom Band läuft, also die Version für den indischen Markt. Dieser übernimmt vom Ka zwar den Namen, ist aber ansonsten eine vollständige Eigenentwicklung. Am ehsten ist der KA+ noch mit dem Fiesta verwand. (ampnet/Sm/Riedel)

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